Handel / Politik
20. März 2025

Deutsche PBS-Branche machte 2024 weniger Umsatz

Der Umsatz mit PBS-Artikeln ist in Deutschland letztes Jahr gesunken. Inflation und Kaufzurückhaltung drückten aufs Ergebnis. Auch die Digitalisierung ist eine Herausforderung, bietet für die Branche aber auch Chancen.
Fast die Hälfte des PBS-Umsatzes machen Büro- und Spezialpapiere aus. (Grafik: zVg)

Grusskarten, Stifte, Ordner, Papier: Die Bevölkerung in Deutschland kaufte letztes Jahr für insgesamt 12,5 Milliarden Euro PBS-Artikel ein. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Umsatzrückgang von 4,8 Prozent, wie der Handelsverband Büro und Schreibkultur mitteilt.

Die schwächelnde Konjunktur und die branchenübergreifend pessimistische Zukunftserwartung spiegeln sich in allen Sortimentsgruppen wider. Besonders betroffen sind die Segmente Kalender, Ansichtskarten und Grußkarten (-10 %) sowie Verbrauchsmaterial und EDV-Zubehör (-8,5 %). Weniger stark fielen die Einbußen bei Schreibgeräten und Büroplatzzubehör (-2,0 %), Bürokommunikations- und Spezialpapier (-4,7 %) sowie Briefumschlägen, Geschäftsbüchern, Ordnungs- und Archivierungslösungen (-3,2 %) aus, wie es in der Mitteilung weiter heisst.

Zu schaffen machte der Branche, dass die Inflation zu Jahresbeginn die Preise nach oben trieb. Gleichzeitig reagierten Konsumenten mit erhöhter Preissensibilität und Kaufzurückhaltung. Insbesondere im Bereich Büroeinric-tung machte sich zudem ein Sättigungseffekt bemerkbar, da viele Haushalte ihre Home-Office-Ausstattung bereits abgeschlossen haben. Auch Unternehmen zeigen laut HBS eine zurückhaltende Investitionsstrategie, da sie ihre Mitarbeitenden wieder vermehrt zurück ins Büro holen wollen.

Ein weiterer entscheidender Faktor für die Marktentwicklung bleibt laut dem Verband die fortschreitende Digitalisierung. Sie stelle einerseits eine Herausforderung dar, da sich die Nachfrage in bestimmten Produktgruppen verändere, biete jedoch auch neue Chancen – insbesondere im Hinblick auf die sich wandelnden Arbeitsweisen in Ausbildung und Schule.

Zwar wurden zu Beginn des Schuljahres 2024/25 erstmals seit Jahren wieder weniger Kinder eingeschult, der Schulstart bleibt aber wirtschaftlich bedeutsam. Der Handelsverband Deutschland (HDE) rechnet für das Jahr 2024 mit einem Umsatz von rund 702 Millionen Euro im Zusammenhang mit der Einschulung.

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