Handel / Politik
06. März 2025

Deutschschweizer Buchmarkt 2024 leicht rückläufig

2024 erzielte der Deutschschweizer Buchmarkt einen Gesamtumsatz von 575,7 Mio. Franken. Das entspricht einem Minus von 1,8 % gegenüber 2023. Während der stationäre Buchhandel und die Onlineshops den Umsatz knapp halten konnten, ging das Geschäft mit Schulen, Bibliotheken, Firmen und weiteren Institutionen zurück.
Das E-Book stagniert, die Käuferschaft bevorzugt weiterhin gedruckte Bücher. (Symbolbild: Pixabay)

Seit einigen Jahren entwickeln sich die Umsätze im Deutschschweizer Buchmarkt seitwärts: Der 2024 erzielte Gesamtumsatz von 575,7 Mio. Franken liegt 1,8 Prozent unter jenem des Vorjahrs. Das geht aus dem jährlichen Marktreport hervor, den das Marktforschungsunternehmen GfK Entertainment im Auftrag des Schweizer Buchhandels- und Verlags-Verbands (SBVV) erstellt.

Der SBVV zeigt sich in einer Medienmitteilung insgesamt zufrieden mit dem Resultat. Dass man trotz der zunehmenden Fragmentierung des Medienmarktes, der veränderten Freizeitgestaltung und der verhaltenen Konsumentenstimmung dem Umsatz habe halten können, zeige, dass das Buch seinen Platz in der Gesellschaft behaupte.

Rückläufig war vor allem das Geschäft mit Unternehmen und Institutionen, zum Beispiel mit Schulen und Bibliotheken. Der Umsatz sank in diesem Bereich gegenüber dem Vorjahr um 5,1 Prozent. Der stationäre Buchhandel und die Onlineshops lagen hingegen nur 0,2 Proeznt unter Vorjahrsniveau.

Weniger Bücher verkauft, höhere Preise

Insgesamt verkauften die Buchhandlungen und Onlineshops inklusive E-Books 2024 18,5 Mio. Bücher, das sind 1,1 Prozent weniger als 2023. Ein Teil des Rückgangs konnte durch höhere Preise von durchschnittlich 1 Prozent aufgefangen werden. Auffallend ist laut SBVV, dass das E-Book stagniert: Vor zwei Jahrzehnten war die Branche laut SBVV davon ausgegangen, dass dem digitalen Buch die Zukunft gehört, 2024 lagen die Umsätze aber rund 3 Prozent unter Vorjahresniveau.«Die Leserschaft gibt dem Gedruckten weiterhin eindeutig den Vorzug», so der SBVV.

Die Zahl der Buchhandlungen der Deutschschweiz, die dem SBVV angeschlossen sind – rund 90 Prozent aller Betriebe – erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr (268) um 6 auf 274. Die Erhöhung ergibt sich aus einer neuen Zählung der Filialbetriebe des Verbands. Insgesamt arbeiten etwa 2000 Personen im stationären Buchhandel.

Der Anteil der Schweizer Verlage am Umsatz des stationären Buchhandels und der Onlineshops liegt beim physischen Buch bei 16,8 Prozent – damit entspricht er der Grössenordnung der beiden Vorjahre (2022: 16,7 %, 2023: 17 %). Über 80 Prozent der in der Schweiz verkauften Bücher stammen aus Deutschland und Österreich, umgekehrt wird geschätzt, dass etwa jedes 35. in Deutschland verkaufte Buch von einem Schweizer Verlag publiziert wurde.

Den vollständigen Marktreport finden Sie hier: https://sbvv.ch/userfiles/Marktreport/SBVV-Marktreport-2024.pdf

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