Handel / Politik
15. November 2024

Detailhandelsverbände fordern Massnahmen gegen ausländische Online-Händler

Ein Dutzend Wirtschafts- und Konsumentenverbände wehren sich in einem Brief an den Gesamtbundesrat gegen die «Übervorteilung» von Billig-Online-Handelsplattformen wie Temu und Shein. Die Verbände fordern vom Bundesrat verstärkte Kontrolle und Regulierung der Online-Marktplätze, um den Verkauf unsicherer oder gefälschter Produkte zu verhindern.
Für den Brief an den Bundesrat haben sich zwölf Verbände zusammengetan. (Bild: zVg)

Zwölf Schweizer Verbände machen gemeinsam Front gegen die asiatische Billigkonkurrenz von Temu, Shein und Co.. In einem gemeinsamen Brief an den Gesamtbundesrat fordern sie rasche Massnahmen für den Konsumentenschutz und faire Wettbewerbsregeln. Zu den Unterzeichnern gehören neben der Swiss Retail Federation unter anderem der Verband der Schweizer Papeterien und der Verband Schweizer Spielwarendetaillisten.

Im Brief beklagen die Verbände, Billig-Online-Marktplätze wie Temu und Shein profitierten «von Übervorteilungen, weil für sie diverse Schweizer Gesetze nicht durchgesetzt oder nicht zur Anwendung kommen». Dies ermögliche ihnen, «massenweise qualitativ minderwertige, unsichere und oft giftige Ware legal in die Schweiz zu liefern, ohne Recyclinggebühren und oft unter Umgehung der Mehrwertsteuer».

Die Unterzeichnenden fordern den Bundesrat auf, rasch Massnahmen zu ergreifen. Alle in der Schweiz verkauften und importierten Waren müssten den hiesigen Produktsicherheitsstandards entsprechen. Zudem fordern sie eine faire Besteuerung der Produkte aus dem Ausland. Nötig sei ferner eine verstärkte Kontrolle und Regulierung der Online-Marktplätze, um den Verkauf unsicherer oder gefälschter Produkte zu verhindern. Grosse Online-Händler mit Sitz im Ausland sollen zudem verpflichtet werden, eine Rechtsvertretung in der Schweiz zu bestimmen, um die Einhaltung lokaler Gesetze sicherzustellen, lautet eine weitere Forderung.

Im Mai hatte die Swiss Retail Federation eine Beschwerde gegen Temu beim Staatsekretariat für Wirtschaft eingereicht. Der Handelsverband verdächtigte darin Temu unter anderem des  widerrechtliche Werbens mit Prozentrabatten und durchgestrichenen Preisen sowie Irreführung über die Verfügbarkeit der Angebote. In ihrem Brief fordern die Verbände den Bundesrat auf, auf diese Beschwerde zu reagieren, Temu offiziell abzumahnen und die Öffentlichkeit über die unlauteren Verhaltensweisen zu informieren.

pd/mos
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